Theater:

DAD FOUGHT HITLER, the Bottle and ME

von Mick Berry

HAUS DREI
Di. 28.Mai.2019 - 20:30 bis ca. 22:00
SCHAUSPIELHAUS

iCAL
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Coupled with those of his father, San Francisco stand-up comedian Mick Berry has a lot of war stories to tell. In this one-man show, Berry explores his relationship to his veteran dad, the late Sgt. Berry, while touching the hearts of those that lived during WWII. Dad Fought Hitler was commissioned in 1996 by the Motherlode Stage Company in Loomis, CA. Berry’s father is described as a “flamboyant , hard-drinking, womanizing World War II Veteran” who spent one year as a POW in Nazi captivity. The monologue spans 50 years of father-son dialogue, includes Sgt. Berry’s writings, and ends in an ultimately profound understanding between the two men.
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Mick Berry ist ein Stand Up Comedian und Musiker aus San Francisco. Sein Vater wurde am 29. Mai 1944, also genau vor 75 Jahren, nördlich von Graz über Stift Rein am Rückflug eines großen Bomberangriffes der US Air Force auf Wiener Neustadt abgeschossen. Er konnte mit dem Fallschirm abspringen, wurde gefangen genommen und verbrachte den Rest des Krieges in einem Kriegsgefangenenlager. Nach dem Krieg kehrte er in die USA zurück und schrieb sofort seine Erlebnisse auf.
Mick Berry verwandelt sich in seinem 90minütigen Solo immer wieder in seinen Vater, den er einerseits als Helden wahrnimmt, andererseits aber nicht begreifen kann wie diese Heldengestalt so kläglich im Nachkriegsamerika scheitert. Ein treuloser Ehemann, Schuldenmacher, Spieler und Alkoholiker. Wie passt das zusammen, fragt er sich immer wieder. „The sooner you stop believing in heroes,“ ist eine wiederkehrende Kernaussage, „the better off you are.“
Der Absprung über Feindesgebiet (Stift Rein), sowie die Entbehrungen, Schläge und grausamen Märsche auf dem Rückzug vor den Russen, schildert Berry in packender Weise. Doch der Alltag zu Hause ist anders. Camel Zigaretten, Chivas Regal, ein intriganter Lebensstiel, manchmal schelmisch aber meistens destruktiv – für seine Gesundheit, seine Ehe und für die verletzte Vater-Sohn Beziehung.
Das Stück endet mit den dahinfließenden Tagen im Spital. Der Sohn, 3.000 km entfernt, ignoriert das Telefon am Weihnachtsabend, um die schlechte Nachricht nicht hören zu müssen.
Berry empfindet tiefe Gefühle für seinen liebenden, betrügenden Vater, der wie ein Schatten durch das ganze Stück, größer als er selbst, über ihm hängt.
Mick Berry erfüllt sich mit der Aufführung seines Stückes am 28. und 29. Mai 2019, dem 75. Jahrestag an dem seinem Vater ein zweites Leben geschenkt wurde, einen lange gehegten Wunsch. Er besucht mit anderen Nachkommen der Bomberbesatzung die Absturzstelle im Wald von Stift Rein.